Hier finden Sie frühere Nachrichten unserer Homepage, chronologisch geordnet (im Aufbau):

 

03. Oktober 2021, 17:00-19:00 Film & Gespräch: „Wir sind jetzt hier“ (Doku, D 2020; 45min; FSK 0)

Filmregisseure zeigten Geschichten über das Ankommen in Deutschland => Flyer

Ort: Kath. Pfarreizentrum St. Josef (großer Saal), Friedrichstr. 32, Rheinfelden

Als 2015 mehr als 800.000 Geflüchtete nach Deutschland kamen, waren sie die Angstgegner aller Integrationsskeptiker: Junge Männer, die allein aus Syrien oder Afghanistan, aus Somalia, Eritrea oder dem Irak nach Deutschland kamen. Sie wurden zur Projektionsfläche für ernsthafte Sorgen wie für plumpen Rassismus. Zugleich wurde viel häufiger über sie gesprochen als mit ihnen – und da setzt der Film „Wir sind jetzt hier“ an. Sieben junge Männer erzählen fünf Jahre später rückblickend vom Ankommen in Deutschland – von lustigen und beglückenden Momenten und von Momenten tiefster Verzweiflung, von ihren Ängsten, von Rassismus und von der Liebe. Ihre Geschichten lassen das Publikum teilhaben an den emotionalen Turbulenzen, die eine Flucht fast immer nach sich zieht und sie erzählen viel darüber, was es auch in den nächsten Jahren noch braucht, damit Integration gelingt.

Niklas Schenck, mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilmer und investigativer Reporter, kam mit den knapp 50 Anwesenden nach dem Film in ein intensives Gespräch. Die Veranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche 2021 "offen geht" statt.

Veranstaltende waren neben der Kommunität Beuggen auch: Caritasverband, Diakonisches Werk im LK Lörrach, Freundeskreis Asyl, Bildungszentrum Waldshut, Kath. Diözesanstelle Hochrhein, Kirchenbezirksbeauftragter für Flucht & Migration, Kirchliche Erwachsenenbildung Rheinfelden, Verein Stadtkino Rheinfelden, VHS Rheinfelden.

 

19. August 2021: Gebet zur Lage in Afghanistan (nach dem Evakuierungen aus Kabul)
Gott, bist Du jetzt in Afghanistan?
Wir sind es nicht mehr,
und die anderen auch nicht,
die gekommen waren und geblieben sind für lange Zeit.
So viele Kämpfe, so viele Verletzte, so viele Tote.
So viel Hoffnung, so viel Scheitern.
Wer zahlt den Preis? Hat ihn schon längst bezahlt –
und mit ihnen alle, die um sie weinen, hier und dort.
Gott, bist Du jetzt in Afghanistan?
Bei denen, die zurückbleiben, in größter Gefahr,
nur, weil sie Mädchen und Frauen sind,
weil sie eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien wollten,
weil sie Schulen gebaut haben
oder berichtet, über das, was auf den Straßen passierte,
weil sie gedolmetscht oder gekocht haben
für die, die jetzt nicht mehr da sind.
Gott, bleib‘ Du dort, wo wir nicht mehr sind –
aber bleib‘ auch bei uns,
und erinnere uns daran, was zu tun ist,
damit die, die jetzt um ihr Leben rennen, nicht zurückbleiben müssen.
Amen

(Text: Sabine Dreßler; ein #LeaveNoOneBehind-Gebet)

 

Juli 2021: Wir laden ein auf Fr. 8.-So. 10. Oktober 2021 zum

COMMUNIO FORUM 2021 zum Thema „Leben teilen wie das tägliche Brot“

Impulse, Berichte, Gespräche, Vorstellung von Gemeinschaften, Andachten und Gemeinschaft erleben... Flyer hier.

Zielgruppe: Menschen mit Interesse an Gemeinschaft, in Gemeinschafts-Planung oder die in Gemeinschaft leben.

Ort: Kloster Kirchberg in Sulz am Neckar

Veranstalter: Netzwerk von Menschen in christl. Gemeinschaften. Erstmals wirkt die Kommunität Beuggen mit.

Doch leider musste das Communio Forum für 2021 abgesagt werden.

 

22. Mai 2021: Kommunität erhält erste Lieferung von bio-fairen NoCap-Tomatenprodukten von Geflüchteten, die als Erntehelfer in Süditalien gerecht entlohnt werden

Wir erhalten erstmals bio-faire „NoCap-Tomatenprodukte“ (und gewinnen für deren Weiterkauf zudem den Weltladen Vamos Caminando in Rheinfelden), die in Süditalien von Geflüchteten geerntet und produziert werden, die ordentliche Arbeitsverträge und gerechten Lohn bekommen sowie eine menschenwürdige Unterkunft und Hilfe bei der Integration.

Christiane Lüst vom Öko & Fair Umweltzentrum Gauting/bei München bringt uns die Produkte persönlich vorbei (mehrere hundert Dosen und Flaschen!). Sie hat für die NoCap-Projekte/Produkte eine extra Homepage eingerichtet. Dort heißt es: "NoCap kämpft gegen das sogenannte Caporalato-System. Es wird von der Mafia kontrolliert, die “Vorarbeiter” einsetzt, um mit skrupelloser Gewalt und Erpressung von den meist afrikanischen Erntehelfern [Geflüchtete[ in den Ghettos den ohnehin geringen Lohn wieder für Transport, Miete für Wellblech- und Plastikplanenzelte und Wasserflaschen abnimmt. Das System nutzt die Hilflosigkeit der [geflüchteten] Menschen aus, weil sie keine Aufenthaltsgenehmigung oder Duldungspapiere haben oder ein Asylantrag abgelehnt wurde und eine Abschiebung droht.

Leider wird das Caporalato-System von der italienischen Regierung noch immer toleriert. Denn die italienische industrielle Landwirtschaft ist von billigen Erntehelfern abhängig. Es sei denn, die Produkte werden zu höheren Preisen angeboten und die Kunden und Verbraucher akzeptieren die Preise für ethisch erzeugtes Gemüse und Obst. Auf diesem Weg gehen wir gerade."

18. April 2021: Gedenken an Corona-Opfer

Fast 80.000 Menschen sind allein in Deutschland in der Corona-Pandemie gestorben. Viele Angehörige konnten keinen Abschied nehmen. Eine nationale Trauerfeier soll heute Trost spenden. Auch wir als Kommunität läuten heute um 13 Uhr unsere Glocke, werden Kerzen in die Fenster stellen und im Abendgebet gedenken.

 

08. September 2020: Kommunität ist "United4Rescue" beigetreten

Gastfreundschaft ist uns als Kommunität ein zentrales Anliegen. Dabei zählt für uns jeder Mensch als Geschöpf Gottes - unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Sprache, ethnischer Herkunft etc. Und deshalb gilt natürlich auch: Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.

United4Rescue ist das Bündnis zur Unterstützung der zivilen Seenotrettung. Es verbindet 740 Organisationen und Gruppen (Stand: 31.03.2021), die dem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zusehen wollen (s. Bündniserklärung). Die Mehrzahl kommt aus dem kirchlichen Bereich. Gemeinsam wurde das Schiff „Sea-Watch 4“ gekauft und ins Mittelmeer zur Seenotrettung geschickt (Film), weitere sollen folgen (z.B. "Sea-Eye 4"). Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm ist einer der Hauptbefürworter.

 

Februar 2020: Kurzfilm über die Kommunität

Der Evangelische Rundfunkdienst Baden (ERB) hat einen knapp 4min-Film über uns als Kommunität gedreht. Sie finden das Video hier.